Die meisten Menschen machen irgendwann in ihrem Leben einmal eine Diät, viele sogar häufiger oder in regelmäßigen Abständen. Dafür kann es die unterschiedlichsten Gründe geben. Denn per Definition bedeutet eine Diät nichts weiter als die Regulierung des Speiseplans unter Berücksichtigung oder Auslassung bestimmter Lebensmittel.
Gründe für eine Diät
Meistens sind Diäten mit dem Wunsch nach einer Gewichtsreduktion verbunden. Sie können jedoch auch ganz andere Ziele haben, die mit der Heilung von Krankheiten oder der Regulierung der Blutwerte zusammen hängen. So können viele Erkrankungen oder Störungen des Verdauungsapparats, aber auch viele Probleme der Haut durch Diäten gezielt geheilt, verbessert oder zum Stillstand gebracht werden. Auch wer zum Beispiel ein bestimmtes Lebensmittel meidet, auf das er allergisch reagiert, hält im weitesten Sinne Diät.
Diät zum Abnehmen
Doch in den meisten Fällen steckt der Wunsch, einige Kilo Körpergewicht zu verlieren, als größter Motivationsfaktor hinter einer Diät. Wichtig ist es dabei, dass der Abnehmwillige eine passende, geeignete und vor allem gesunde Diätform für sich findet. Nicht jeder Diätplan eignet sich für jede Diätdauer, und vieles, was kurzfristig gerade noch in Ordnung ist, ist langfristig nicht unbedingt gesund. Deshalb ist die Ausgangsposition kritisch zu betrachten: Sollen nur einige wenige Kilo an Gewicht verloren werden, die objektiv betrachtet vielleicht eher im kosmetischen Bereich liegen, oder hat der Betreffende tatsächlich ein medizinisch definiertes Übergewicht?
Schnell abnehmen vs. langfristig abnehmen
Wer nur schnell seinen Körper in Bikiniform bringen und zum Beispiel weniger als 5 Kilo verlieren möchte, sich aber bei guter Gesundheit befindet, der kann einen kurzfristigen Diätplan aufstellen, bei dem eventuell sogar durch ein etwas einseitiges Ernährungskonzept schnell überflüssige Pfunde abgebaut werden. Wer jedoch tatsächlich an krankhafter Adipositas leidet oder zumindest den Bereich des medizinischen Normalgewichts bereits verlassen hat, der sollte eine Diätform wählen, die auch über einen längeren Zeitraum hinweg einzuhalten ist. Es ist wichtig, dass der Körper gleichmäßig mit allen benötigten Nährstoffen, das heißt, mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung versorgt wird.
Ausgewogene Ernährung
Die Umstellung von Lebens- und Essgewohnheiten, die sich möglicherweise über viele Jahre hinweg eingeschlichen haben, ist hier einer der grundlegenden Punkte. Sich gesund zu ernähren, das bedeutet nicht, dass man auf alles verzichten sollte, das einem besonders gut schmeckt. Ganz im Gegenteil: Eine gesunde Ernährung beinhaltet einen abwechslungsreichen Speiseplan, auf dem (fast) alle Lebensmittel erlaubt sind. Nur eben in den richtigen Mengen und in der richtigen Zusammensetzung. Dafür erhalten Sie hier einige hilfreiche und nützliche Tipps.
Crashdiät/Blitzdiät
Übrigens ist längst erwiesen, dass die heute so beliebten Crash- und Wunderdiäten meist nur einen kurzfristigen Erfolg bringen. Recht schnell setzt der gefürchtete Jojo-Effekt ein, und die abgespeckten Kilos wandern zurück an ihre angestammten Plätze. Dieses Phänomen ist im Grunde ganz leicht zu erklären: Bei einer Crash-Diät folgt der Abnehmwillige einem vorgegebenen Diätschema, ändert jedoch seine Ess- und Lebensgewohnheiten nicht langfristig. Er setzt sich dabei nicht mit seiner Ernährungsproblematik und den möglichen Fehlern in seinem Essverhalten auseinander. Das bedeutet, es findet kein Lerneffekt statt und sobald die Diät beendet ist, fällt er in alte Ernährungsmuster zurück.
Eine weitere Gefahr birgt der Verzicht, der häufig mit einseitigen Diäten verbunden ist. Kaum ist die Diät beendet, hat die Gier nach den "verbotenen" Lebensmitteln auch schon ihren Höhepunkt erreicht, und sie werden häufig sogar im Übermaß konsumiert. Dies macht schnell den vordergründigen Diäterfolg zunichte. Auch bei vielen Fertigprodukten und Diätprodukten und -pülverchen kann dieser Effekt beobachtet werden. Möchte man nur einige wenige Kilo verlieren, ist dies gesundheitlich noch zu vertreten, bei größerem Gewichtsverlust treten jedoch schnell auch gesundheitliche und psychische Probleme durch das ständige Auf und Ab des Gewichts auf.
Diät Tipps/Ernährungsberatung
Gute Tipps für eine gesunde Ernährung und sinnvolle Diätpläne können professionelle Ernährungsberater geben. Sie kümmern sich individuell um die Problematik des Abnehmwilligen und betrachten vor allem seine Ausgangssituation. Nicht nur eine falsche Ernährung, sondern auch die Lebensgewohnheiten insgesamt sind verantwortlich für das Gewicht und die Gesundheit eines Menschen. Hier ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte. Wer starkes oder mittleres Übergewicht hat, der muss meist komplett umdenken. Zwar ist den Menschen im großen und ganzen klar, dass sie sich vermutlich falsch ernähren, die Verbesserungsmöglichkeiten jedoch müssen ihnen meist ganz klar aufgezeigt werden.
Gesund abnehmen
Der Schlüssel zum Erfolg und zur einem normalgewichtigen und gesunden Körper liegt definitiv in einer Mischung aus einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und aus der richtigen Menge an Bewegung. Wer bereits so übergewichtig ist, dass er nicht mehr so ohne weiteres Sport treiben kann, hat trotzdem viele Möglichkeiten. Walking oder Spazierengehen ist den meisten Menschen möglich. Auch ein Cardio-Training auf dem Heimtrainer wirkt sich positiv auf den Fettstoffwechsel und die Fettverbrennung aus.
Wer mit einer ernsthaften Diät beginnen möchte, der sollte auch einen Besuch bei seinem Hausarzt mit einplanen. Es ist wichtig, den aktuellen Gesundheitszustand zu kennen, um das Bewegungskonzept richtig zu dosieren. Bei starkem Übergewicht wirken sich die regelmäßigen Kontrollen beim Hausarzt meist positiv auf die Diätmoral aus, da die Patienten ihre Fortschritte in Zahlen und Fakten präsentiert bekommen. Doch wie funktioniert das mit der gesunden und ausgewogenen Ernährung nun genau? Wie kann man es richtig machen, auch ohne den Spezialisten zu Rate zu ziehen? Schließlich ist es nicht wirklich nötig einen Arzt oder Diätberater aufzusuchen, wenn man nur ein paar Kilos verlieren möchte.
Am Anfang einer Diät sollte immer eine ehrliche Bestandsaufnahme des eigenen Essverhaltens stehen. Hier kann es zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn man sich einmal über mehrere Tage hinweg notiert, was man wann konsumiert. Schnell kommen so die kleinen Sünden des Alltags ans Tageslicht. Ist man der Meinung, nur hier und da ein wenig Süßes zu naschen, so wird man schnell erstaunt sein, wie sich diese Kleinigkeiten im Laufe eines Tages summieren. Mit einem so geschärften Bewusstsein lässt sich ein Verzicht auf einen Teil davon vermutlich leichter bewerkstelligen.
Im Auge behalten sollte man auch seine Energiebilanz. Täglich verbraucht der Körper Energie in Form von Kalorien, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Dies ist der so genannte Grundumsatz, der von Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht eines Menschen abhängig ist. Hinzu kommt der so genannte Arbeitsumsatz. Das sind die Kalorien, die zum Beispiel zusätzlich beim Sport oder bei harter körperlicher Arbeit benötigt werden. Die Rechnung ist ganz einfach: Führt man dem Körper durch Nahrung weniger als diese Kalorien zu, so erfolgt ein Gewichtsverlust. Führt man jedoch mehr Kalorien zu als verbraucht werden können, so lagert der Körper diese als Fettreserven ein.
Fragt man die Menschen einmal nach dem Kaloriengehalt verschiedener Lebensmittel, so wird man erstaunt sein über die unterschiedlichen Angaben. Nur die wenigsten Menschen wissen, wieviele Kalorien die verzehrten Lebensmittel tatsächlich beinhalten. Wer selbst einmal die verzehrten Kalorien am Tag zählt, der wird schnell feststellen, dass er statt eines Schokoriegels oder einer Handvoll Chips zum Beispiel einen großen Teller Gemüse und ein Brot verzehren kann. Der Sättigungsfaktor unterschiedlicher Lebensmittel mit demselben Kaloriengehalt kann sehr stark unterschiedlich ausfallen. Wer also seine Kalorien zählt und in einem bestimmten Tageslimit bleiben möchte, der wird sich in den meisten Fällen für das kalorienärmere Lebensmittel entscheiden.
Diätplan/Ernährungsplan
Nach diesen Prinzipien funktionieren auch gesunde und ausgewogene Diätpläne. Sie geben Vorschläge für abwechslungsreiche und vollwertige Speisepläne, bei denen auf nichts verzichtet werden muss. Auch hier kommt ab und zu ein Nachtisch vor. Wer auf Schokolade gar nicht verzichten kann oder möchte, der muss eben anderweitig Kalorien einsparen. Wer es jedoch schafft, sich auf die gesunden, sättigenden und ballaststoffreichen Lebensmittel zu konzentrieren, der wird neben der Gewichtsabnahme noch weitere positive Effekte verzeichnen können. So verbessert sich zum Beispiel die Verdauung, was sich auch positiv auf das Hautbild auswirkt. Der Körper entschlackt und reinigt sich selbst. Insgesamt ist ein Mensch, der sich gesund und ausgewogen ernährt, sehr viel vitaler und leistungsfähiger als jemand, dessen Energien tagsüber zu sehr von dem Prozess des Verdauens schwerer Lebensmittel beansprucht werden.
Diese neu gewonnene Energie kann sinnvoll in Bewegung investiert werden. Diese wiederum regt die Fettverbrennung und den Fettstoffwechsel an, was die Diätbemühungen positiv unterstützt. Und nicht zuletzt: Wer Sport macht, der denkt in dieser Zeit meistens gar nicht ans Essen, sondern ist auf positive Art und Weise abgelenkt. Von einer vernünftigen Ernährungsumstellung kann der Mensch also nur profitieren.