Der Stoffwechsel des Menschen, der auch Metabolismus genannt wird, steuert unterschiedliche chemische Prozesse im menschlichen Körper. Er ist dafür zuständig, dass Inhaltsstoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, vom Körper aufgespaltet, verwertet und absorbiert werden können. Nur wenn der Stoffwechsel funktioniert, kann die Ernährung auch verwendet werden.
Biochemische Vorgänge
Doch der Stoffwechsel übernimmt nicht nur die Transformation verschiedener chemischer Elemente, sondern auch deren Transport an die richtigen Stellen, an denen sie benötigt und weiter verwertet werden. Die meisten Stoffe werden umgewandelt, bevor sie ihre eigene Aufgabe übernehmen können. Zur Umwandlung jedoch werden andere, zusätzliche Stoffe benötigt.
Diese biochemischen Vorgänge steuern allerdings nicht nur die Ernährung des Menschen, sondern auch seine innere und äußere Atmung. Im Wesentlichen dienen sie der Erhaltung und dem Aufbau der Körpersubstanzen, und werden deshalb auch als Baustoffwechsel bezeichnet. Die Aufgaben der Energiegewinnung, die der Energiestoffwechsel tätigt, werden zur Aufrechterhaltung der körperlichen Funktionen benötigt.
Enzyme
Die Hauptakteure des Stoffwechsels sind die Enzyme. Sie katalysieren die unterschiedlichen chemischen Reaktionen und sind dafür zuständig, dass im Körper alles reibungslos läuft. Interessanterweise hat der menschliche Stoffwechsel also sehr viele und zum Teil höchst komplexe Vorgänge der Physiologie und der Biochemie zu übernehmen. Umso wichtiger, dass wir ihm über gesunde und ausgewogene Nahrung alle Substanzen bereit stellen, die er benötigt.
Stoffwechsel = Stoffumwandlung
Von vielen Laien wird der Begriff des Stoffwechsels missverstanden, was aufgrund der Komplexität des Themas leicht möglich ist. Darum sei noch einmal betont, dass der Stoffwechsel sich nicht mit einem Austausch und einem Ersetzen von körpereigenen Stoffen beschäftigt, sondern dass es vielmehr darum geht, körperfremde Substanzen über den Stoffwechsel in körpereigene Materialien umzuwandeln. Man könnte - um sich leichter verständlich zu machen - also auch von einem Stoffwandel sprechen.
Verdauung
Gesunde Menschen verfügen über einen gesunden und gut funktionierenden Stoffwechsel. In vielen Fällen jedoch ist der Stoffwechsel ins Stocken geraten und kann gezielt über die Ernährung, Lebensgewohnheiten und Bewegung wieder etwas besser aktiviert werden. Für den Diätwilligen macht sich das am sichtbarsten über die Verdauung bemerkbar. Menschen mit einem schnellen, gut funktionierenden Stoffwechsel können sich über eine problemlose und regelmäßige Verdauungstätigkeit freuen.
Fitness
Je schneller der Stoffwechsel, desto besser werden Nährstoffe verwendet und Reststoffe ausgeschieden. Die dem Körper zur Verfügung gestellte Energiemenge steigt an, was für eine erhöhte Fitness bei körperlicher Belastung sorgt. Zwar hat ein langsamer Stoffwechsel den Vorteil einer besseren Verwertung, diese kann unter Umständen aber auch gar nicht erwünscht sein. Wichtig ist es, über die Ernährung, ein optimales Mittelmaß zu ermöglichen.
Fachbegriffe
Der Stoffwechsel des Menschen besteht aus sehr vielen unterschiedlichen chemischen Prozessen, deren jeder auf seine eigene Art und Weise funktioniert und einem ganz bestimmten Zweck dient. Wer über den Stoffwechsel recherchiert und sich kundig machen möchte, der wird über sehr viele Fachbegriffe stolpern, die für den Laien kaum verständlich sind. Um sie zu verstehen ist ein überdurchschnittliches Wissen über chemische Vorgänge und Zusammenhänge notwendig.
Zum besseren Verständnis werden auf dieser Webseite die wichtigsten Fachbegriffe aus dem Kontext des Stoffwechsels, die häufig im Rahmen von Themen rund um das Abnehmen und die Gesundheit auftauchen, in einfachen, aber allgemein verständlichen Worten erklärt. So soll die Verwirrung vermieden und für etwas mehr Klarheit gesorgt werden.
Grundumsatz
Als Grundumsatz wird der Stoffwechsel - sowohl als Tätigkeit als auch als Messgröße - bezeichnet, der den Stoffwechsel zum Thema hat, den der Körper bei absoluter Ruhe vollzieht. Das bedeutet, dass ein Stoffwechsel nicht nur bei Belastung stattfindet, sondern permanent, auch bei sitzender Tätigkeit oder im Schlaf.
Baustoffwechsel
Beim Baustoffwechsel werden Stoffe umgewandelt, aus deren Endprodukten der Organismus aufgebaut wird. So werden im Baustoffwechsel Bestandteile gewonnen, die nicht vom Körper verbraucht werden, sondern ihn letztlich bilden.
Hungerstoffwechsel
Im Rahmen einer Gewichtsreduzierung ist der Hungerstoffwechsel von Bedeutung. Er regelt die Fähigkeit des Körpers, auf ein reduzierteres Nahrungsangebot zu reagieren. So kann er zum Beispiel eine bessere Verwertung des vorhandenen Materials anordnen.
Energiestoffwechsel
Werden Stoffe und Produkte umgewandelt, um daraus Energie zu gewinnen, mit deren Hilfe die Körperfunktionen und die Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten werden, so ist dafür der Energiestoffwechsel zuständig.
Eisenstoffwechsel
Er kann schnell zu kurz kommen, wenn im Rahmen einer stark einseitigen Ernährung kein Ausgangsmaterial mehr für ihn bereit gestellt wird. Der Eisenstoffwechsel ist dafür zuständig, für den Körper die nötigen Substanzen bereit zu stellen, die er zur Versorgung mit dem lebenswichtigen Eisen benötigt.
Glukose-Stoffwechsel
Er wandelt dem Körper zur Verfügung gestellte Produkte so um, dass Glukose in ausreichender Form zur Verfügung steht. Sie wird für schnelle Energie, aber auch für geistige Leistungen und langfristige andere Prozesse im Körper benötigt.
Aminosäure-Stoffwechsel
Aminosäuren werden sehr stark für die Verdauung benötigt. Soll der Verdauungsapparat reibungslos laufen und Nahrungsprodukte in sinnvolle Bestandteile aufgespaltet werden, so benötigt der Körper ausreichend Aminosäuren. Diese werden im Aminosäuren-Stoffwechsel generiert.
Assimilation
Die Assimilation bezeichnet den hoch komplexen chemischen Vorgang, bei dem organismenfremde (also zugeführte) Stoffe in organismeneigene Stoffe umgewandelt werden. Sie stellt eine sehr wichtige Grundfunktion des Stoffwechsels dar.
Dissimilation
Bei der Dissimilation werden organismeneigene Stoffe abgebaut und umgewandelt, damit sie dem Körper nutzbar zur Verfügung stehen. Meistens werden diese Stoffe zur Energiegewinnung benötigt, die wiederum notwendig ist, um den Körper in Betrieb zu halten.
Biotransformation
Eine bedeutende Aufgabe kommt dem Stoffwechsel auch in der Biotransformation bei. Hier werden schädliche Substanzen, sowohl körpereigene als auch körperfremde, abgebaut und aus dem Körper entfernt. Die Biotransformation übernimmt dabei wichtige Aufgaben für die Entgiftung.
Schneller, langsamer und träger Stoffwechsel
Gemeinhin gilt es als erstrebenswertes Ziel, einen möglichst schnellen Stoffwechsel anzustreben. Die Geschwindigkeit des Stoffwechsels ist jedoch individuell von Mensch zu Mensch ganz verschieden. Faktoren wie Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht beeinflussen die Geschwindigkeit des Stoffwechsels, hinzu kommen weitere zum Teil erbliche Faktoren und die allgemeine Prädisposition des Menschen. So muss einfach akzeptiert werden, dass es Menschen mit einem schnelleren, aber auch Menschen mit einem langsameren Stoffwechsel gibt. Die Bewertung von "schnell" und "langsam" kann deshalb immer nur eine subjektive sein. Wohl aber kann der Stoffwechsel durch einige Faktoren und Verhaltensänderungen beeinflusst werden.
Schneller Stoffwechsel
Der schnelle Stoffwechsel ist - neben vielen anderen Faktoren - ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit des Menschen. Allerdings ist es hier gar nicht so einfach, zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden.
Eine gesunde, ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung begünstigt einen schnellen Stoffwechsel. Wird der Körper mit Nahrungsmitteln versorgt, die er gut und schnell verdauen, aufspalten und verwerten kann, so beschleunigt dies natürlich den Stoffwechsel nicht unerheblich.
Sehr positiv auf die Geschwindigkeit des Stoffwechsels wirkt sich auch eine Erhöhung der körperlichen Aktivitäten aus. Bekommt der Körper ausreichend Bewegung, so wird seinem kalorischen Grundumsatz ein weiterer Leistungsumsatz hinzugefügt. Es stellt sich ein vermehrtes Hungergefühl ein, denn wer mehr arbeitet, darf und muss auch mehr Kalorien aufnehmen. Ist der Körper erst einmal aktiviert und in Schwung, so kann er auch die Aufgaben der Verdauung leichter und schneller bewältigen. Immer vorausgesetzt, die zugeführten Lebensmittel sind ausgewogen, ballaststoffreich und gesund.
Bei einer aktiven Lebensweise erhöht sich also der Lebensmittelumsatz und der Lebensmitteldurchsatz. Davon profitiert der Stoffwechsel, er wird schneller und effektiver. Die zugeführten Kalorien werden schneller verfügbar gemacht und für Energieleistungen genutzt. Es werden weniger Fettstoffe im Körper eingelagert, idealerweise werden sogar bereits angelegte Fettstoffdepots angegriffen und verbraucht. Insgesamt fällt es dem Menschen also leichter, sein Gewicht zu halten oder zu reduzieren.
Langsamer Stoffwechsel
Doch auch Menschen mit einem von Natur aus langsameren Stoffwechsel müssen im Umkehrschluss deshalb nicht zwangsweise an Gewicht zunehmen. Für sie ist es wichtig, kleinere Portionen zu essen und dem Körper zwischen den Mahlzeiten genügend Zeit zur Verdauung einzuräumen. Da der gesunde Körper sehr effektiv arbeitet, werden die zugeführten Nahrungsmittel bei einem langsameren Stoffwechsel umso intensiver genutzt und ausgewertet. Dies birgt bei einem zu hohen Nahrungsmittelkonsum natürlich die Gefahr der Gewichtszunahme, kann jedoch mit etwas Umsicht sehr gut gesteuert werden. Wer sich also in einem gesunden Maß bewegt und Sport treibt und dazu vernünftig isst, der kann mit seinem langsameren Stoffwechsel auch gut leben. Mit etwas Erfahrung lernt man seinen Körper schnell sehr gut kennen und kann entsprechend auf die Gegebenheiten reagieren.
Träger Stoffwechsel
Sehr negativ dagegen wirkt sich ein buchstäblich träger Stoffwechsel aus. Er wird häufig bei Personen angetroffen, die man ohne schlechtes Gewissen tatsächlich vom Charakter und ihren Lebensgewohnheiten selbst her als "träge" bezeichnen darf. Verbringt ein gesunder und leistungsfähiger Mensch seine komplette Zeit auf dem Sofa vor dem Fernseher, dann kann man ihm getrost ein Übermaß an Trägheit unterstellen. Er bewegt sich wenig und fordert seinen Körper nicht. Als Folge stellt der Körper seine Leistungsbereitschaft ein, reduziert seinen Stoffwechsel und wird selbst richtiggehend träge.
Wir reden hier nicht von einem faulen Sonntag oder von einigen trägen Tagen, wie sie im Winter häufig vorkommen, sondern von einem Lebensmodell, das sich über Jahre entwickelt. Häufig geht es auch mit einer zu fettreichen und ungesunden Ernährung einher. Genuss steht im Vordergrund, und nicht selten wird er über möglichst gehaltvolle und schwer verdauliche Speisen definiert. Hier liegen die Gefahren auf der Hand: Schwer verdauliche Lebensmittel werden einem trägen Organismus umgeführt: Die besten Voraussetzung für das Einlagern von Fettdepots.