Eines der viel gehörten Zauberwörter im Zusammenhang mit dem Gesunden Abnehmen ist die Fettverbrennung. Es klingt schon dem Wortlaut nach ziemlich leicht verständlich und eindeutig: Wer Gewicht verlieren möchte, der muss Fettreserven loswerden, und dies kann er am besten durch die Fettverbrennung tun.
Funktionsweise
Doch die Fettverbrennung funktioniert nicht nur so, dass bereits eingelagerte Fette verbrannt werden müssen. Auch die aktuell über die Nahrung zugeführten Fette können vom Körper so verwertet - also verbrannt - werden, dass sie gar nicht erst eingelagert werden.
Die Fettverbrennung funktioniert durch eine chemische Reaktion, die so geannnte Fettsäureoxidation. Über einen Elektronenakzeptor wird das Fettmolekül im Körper gebunden und umgewandelt. Dies ist einer der wichtigsten Prozesse des Stoffwechsels, nämlich der Fettstoffwechsel. Ein biochemischer Vorgang, der unseren Körper mit der nötigen Energie versorgt und seine Leistungsfähigkeit aufrecht erhält.
In der Fettverdauung wird das dem Körper über die Nahrung zugeführte Fett in seine einzelnen Fettsäuren aufgespalten. Diese werden in den Fettstoffwechselprozess gebracht und stehen dann in Form von Energie zur Verfügung. Auch die Verbrennung des körpereigenen Fetts funktioniert auf diese Weise. Übrigens: Um ein Kilo Fett aus dem menschlichen Körper zu lösen, wird ein Energiebedarf von 7.000 kcal benötigt. Bei einem Marathonlauf verbrennt ein durchschnittlicher, gut trainierter Marathonläufer etwa 3.000 kcal.
Leistungsumsatz
Die Fettverbrennung im menschlichen Körper ist ein konstanter Vorgang, denn auch in Ruhephasen benötigt der Körper Energie. Wird der Leistungsumsatz durch körperliche Betätigung oder Sport erhöht, so wird auch die Fettverbrennung angeregt.
Steuerung über die Ernährung
Auch über die Ernährung kann die Fettverbrennung gesteuert werden. Falsch wäre es, eine völlig fettfreie Ernährung anzustreben. Wie oben erklärt, werden Fette vom Körper nicht nur als Energielieferanten, sondern auch als Bestandteile verschiedener Verdauungsprozesse benötigt. Lediglich übermäßiger Konsum von Fetten oder stark fetthaltigen Speisen ist zu vermeiden, wenn man Gewicht reduzieren möchte. Eine stark kohlenhydrathaltige Ernährung setzt die Fettverbrennung übrigens herunter, denn der Insulinausstoß im Verdauungsprozess von Kohlenhydraten wirkt sich negativ auf die Fettverbrennung aus. Dieser Effekt kann sogar bis zu 6 oder 8 Stunden nach Einnahme der Mahlzeit stattfinden.
Nachbrenner
Wer seine Fettverbrennung nach dem Sport aktiv halten sollte, um das so genannte "Nachbrennen" zu ermöglichen, der sollte also einige Stunden nach dem Sport möglichst auf die Zufuhr von Kohlenhydraten verzichten. In dieser Zeit kann die Fettverbrennung wichtige Dienste zum Abbau von unerwünschtem Körpergewicht und von Fettdepots leisten. Sehr sinnvoll ist es, die Kohlenhydratmahlzeit durch eine eiweißhaltige Mahlzeit zu ersetzen. Sie liefert dem Körper die benötigten Nährstoffe, die er nach dem Sport zur Regeneration und zum Muskelaufbau benötigt. So können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Den Fehler, konsequent auf Kohlenhydrate zu verzichten, sollte man deshalb trotzdem nicht begehen, denn der Körper benötigt sie als wichtige Energielieferanten. Sinnvoll kann es deshalb sein, die Kohlenhydrate eher zu Beginn oder in der Mitte des Tages zu verzehren, damit der Körper über den Tag hinweg genug Leistung bringen muss. Nachts im Schlaf dagegen kann er die gelieferte Energie nicht abbauen und wandelt sie in Fettreserven um.
